Dungeons & Dragons - Neverwinter

Neverwinter ist das MMORPG in der Welt von Dungeons and Dragons, doch löst das Spiel Frühlingsgefühle aus oder hält der Name nicht, was er verspricht?

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Überblick

Cryptics kostenloses Neverwinter verspricht ein MMORPG „von D&D-Fans für D&D-Fans“ zu sein. Wir haben Faerûn auf einer spannungsgeladenen Reise durchstreift und sagen euch nun, ob das Spiel das Zeug zum Klassiker hat.

Trailer

Vollständige Rezension

Leveldesign & Quests:

Der Anfang von Neverwinter macht jedoch wenig Lust auf mehr: Das erste Level ist sehr geradlinig und der Spieler wird stark an der Hand genommen und durch das Spiel geführt. Man wähnt sich in einem schlauchigen Spiel der Uncharted-Serie.
Doch die gute Nachricht ist, dass es danach nur noch bergauf geht. Die Levels und Settings - alle in der Welt von Dungeons und Dragons angesiedelt - sind abwechslungsreich und interessant gestaltet. Auf dem Friedhof wollen dir Orks ans Leder, vor der Stadt entführen Dunkelelfen Bauern, die dann vom Spieler befreit werden möchten. Grosse und frei begehbare Gebiete, die ein wirkliches Openworld-Spiel ausmachen, sind zwar kärglich gestreut, doch dafür kann Neverwinter zahlreiche kleine, spannende Dungeons, in denen es vor Quests nur so wimmelt. Was dem Spielspass jedoch einen Zacken aus der Krone schlägt ist, dass man sich zwischen den Locations hin- und herteleportiert, statt die Spielewelt frei erforschen zu können. Dies lässt das Gefühl einer grossen, epischen und zusammenhängenden Welt nicht wirklich aufkommen.

Vom anspruchslosen Beeren-Sammeln und drögen Wölfe-Jagen hat jeder Rollenspieler längst die Nase voll. Ein Glück, dass Neverwinter im Bezug auf Quests auf Abwechslung und Einfallsreichtum setzt. Die Dungeons sind mit interessanten Aufgaben und Gegnern gespickt, die sich in Zusammenarbeit mit ein paar Kumpels schnell und befriedigend erledigen lassen. Neben den unterschiedlichen Gegnern warten auch fiese Fallen auf euch, so dass man sich immer vor versteckten Spiessen und Pfeilen in Acht nehmen sollte. Grinden, das war mal!

Gameplay & PvP:

Das Kampfsystem hat sich vom Tab-Angriffssysstem abgewendet und setzt nun voll auf die flinken Reflexe und Skills des Spielers. Man fühlt sich in den Kampfsequenzen stark an Guild Wars 2 erinnert. Diese Spielmechanik zählt ganz klar zu den Stärken von Neverwinter. Zu spielen gibt es die typischen D&D-Klassen wie Kämpfer, Magier, Heiler & Co. Das Klassensystem ist - im Gegensatz zu den Kämpfen - eine der Schwächen von Neverwinter. Die Auslegung der Rollenverteilung innerhalb eines Teams ist zu klassisch und zu stark eingeschränkt. Sich im Talentbaum einen Allrounder-Avatar zusammenzubasteln ist ein Ding der Unmöglichkeit. So kann sich der Spieler nicht genügend individuell entwickeln. Dennoch machen die einzelnen Charakterfähigkeiten eine Weile lang Spass und der Spieler kann auch genügend schnell Fortschritte machen, um noch bei Laune gehalten zu werden.

Die Story wird in Zwischensequenzen vorangetrieben, welche auch immer besonders grosse Bosse mit sich bringen. Die Story-Quests sind sowohl als Single Player, als auch in Kooperation mit anderen Spielern lösbar. Für jene, die eine grössere Herausforderung suchen, gibt es die sogenannten Gefechte, in denen es mehrer Wellen von zunehmend stärkeren Gegnern zu besiegen gilt.

Der Gipfel der Herausforderungen liegt in den Gruppen-Instanzen für fünf Spieler. Ab Level 15 kann man sich durch ein Matchmaking-Tool wie aus WoW mit vier anderen mutigen Recken gruppieren, um die Mehrspieler-Dungeons in Angriff zu nehmen.
Was noch harmlos beginnt, steigert sich vom Schwierigkeitsgrad her immer mehr, wobei sich, neben Ausrüstungsgegenständen, die wertvollen Marken verdienen lassen, die man für die besten Rüstungen und Items eintauschen kann.
Was diese Rüstungen betrifft gibt es einen Punkt, der einigen sauer aufstossen wird: JEDE Rüstung kann im Auktionshaus des Spieles verkauft oder getauscht werden und ist nicht an einen einzelnen Spieler gebunden. Das heisst, wer dazu bereit ist, den nötigen Zaster hinzulegen, kann sich mühelos den gleichen Harnisch kaufen wie der Spieler, der dafür einen Endboss erledigen musste. Pay2Win im Quadrat!

Der Player versus Player Kampf an sich ist auf fünf gegen fünf oder 20 gegen 20 Spieler eingeschränkt.

Grafik:

Die Grafik macht mit seinen sehr simplen Texturen einen ziemlich altbackenen Eindruck und ist etwa auf dem Niveau von WoW mit etwas verbesserten Effekten für die Zaubersprüche und Beleuchtung. Inzwischen gibt es in Bezug auf die Grafik schöner anzusehende und zeitgemässere Online-Rollenspiele.

Leveleditor:

Besondere Qualitäten beweist Neverwinter beim mitgelieferten Leveleditor Foundry, mit dessen Hilfe man leicht eigenen Quests und Dungeons kreieren kann. Das Designen geht dabei relativ locker von der Hand, bietet aber dennoch genügend Tiefgang. Dabei reicht das Spektrum der bereits von der Community von einfachen bis sehr komplexen Dungeons, deren Monster sich automatisch dem Level des Spielers anpassen.

Fazit:

Obwohl euch Neverwinter wohl kaum vom Hocker hauen wird und auch nicht gerade ein Hardcore-MMORPG ist, macht es auf kurze Dauer Spass. Besonders mit dem Kampfsystem, spannenden Dungeons und Foundry kann das Spiel glänzen. Dafür muss es in den Bereichen Klassenentwicklung und Endgame Abstriche machen. Daher mein Verdikt: Dieses Spiel ist etwas für hartgesottenen D&D-Fans für Freunde eines guten MMORPGs gibt es jedoch bessere Alternativen.

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Grafik: komplett in 3D
PvP: gilde oder Fraktionen PvE PvP
Einfluss vom In-Game Shop: medium
Erfahrung Rate: medium

Originalität
Nicht genügend Tiefgang in der Charakterentwicklung. Auch sonst kann Neverwinter nicht aus der breiten Masse der MMORPGs herausstechen.

Was Uns Gefallen Hat

Der Leveleditor Foundry

Das Kampfsystem

Die vielen kleinen Dungeons

Was uns nicht gefallen hat

Am Anfang zu linear

Technisch nicht überragend


Spaßfaktor
4.0 out of 5
Community
4.0 out of 5
Grafik
4.0 out of 5
9,2
Meisterwerk

Review summary

  1. Leveldesign & Quests:
  2. Gameplay & PvP:
  3. Grafik:
  4. Leveleditor:
  5. Fazit:

Was uns gefallen hat

Der Leveleditor Foundry
Das Kampfsystem
Die vielen kleinen Dungeons

Was uns nicht gefallen hat

Am Anfang zu linear
Technisch nicht überragend
9,2
Grafik - 80 / 100
Spaßfaktor - 80 / 100
Langlebigkeit - 80 / 100
Originalität - 80 / 100
Community - 80 / 100

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